Was sagen uns einzelne Zähne?

Zahnärzte orientieren sich bei der genauen Definition von Zähnen an einem Schema, wonach vor dem geöffneten Mund ein Koordinatenkreuz gedacht wird. Daraus ergeben sich im Überblick vier Quadranten.

Zahnschema nach Quadranten

Aus der Perspektive des Patienten befindet sich der erste Quadrant rechts oben (1.), der zweite links oben (2.), der dritte links unten (3.) und der vierte rechts unten (4.), von außen betrachtet folgen die Quadranten im Uhrzeigersinn. Jedem Zahn ist eine 2-stellige Nummer zugeordnet. Zusätzlich zur ersten Nummer des Quadranten erhält jeder Zahn eine zweite Nummer, beginnend am mittleren Schneidezahn. Der mittlere Schneidezahn oben rechts erhält also die Nummer 1.1. Bei Karies am vorderen Mahlzahn oben rechts sagt der Zahnarzt deshalb »1.6 ist kariös«. Diese Ordnung entspricht dem Zahnschema der Fédération Dentaire Internationale (FDI).

Die geistige Bedeutung der Zähne

In der Erfahrungsmedizin hat sich eine geistige Bedeutung der Zähne herausgebildet. Die Waagerechte trennt den Oberkiefer (Bedeutung: Vision) vom Unterkiefer (Bedeutung: Verwirklichung). Die Senkrechte trennt die rechte Hälfte des Kiefers (männlich) von der linken (weiblich). Die Kiefernhälften verhalten sich zu den Gehirnhälften genau umgekehrt: Die rechte Kiefernseite ist der männlichen, linken Hirnhälfte zugeordnet, die linke Kiefernseite der weiblichen, rechten Hirnhälfte.

Zähne des 1. und 4. Quadranten

Nummer 1.1 und 4.1 (mittlerer Schneidezähne). Das archetypische Ich. Die Zähne symbolisieren die männliche Kraft in uns, den Urvater. Zusätzlich sehen andere Autoren darin Sexualität und Erotik symbolisiert.

Nummer 1.2 und 4.2 (seitlicher Schneidezähne). Das Natur-Ich. Die Zähne stehen für die Persönlichkeit, wie und mit welchem Temperament behauptet sich der Mensch im täglichen Leben?

Nummer 1.3 und 4.3 (Eckzähne). Das Vitalitäts-Ich. Die Zähne repräsentieren Angriffswillen und Schlagkraft. 1.3 soll zeigen, wie wir in unserer Mitwelt agieren, 4.3 soll aktive Kraft und Potenz anzeigen.

Nummer 1.4 und 4.4 (vordere Backenzähne) Die Identität. Sie sollen die seelische Reife und Kompetenz ausdrücken, die der Mensch während seiner kulturellen Entwicklung erworben hat.

Nummer 1.5 und 4.5 (hintere Backenzähne). Das schöpferische Ich. Die Zähne symbolisieren die schöpferische Kraft des Menschen, seine Kreativität und Aktivität. Angezeigt werden Themen rund um im Beruf und Berufung. Die 5er-Zähne stehen für Tun, Arbeiten und Werk entsprechend der angenommenen Identität.

Nummer 1.6 und 4.6 (vordere Mahlzähne). Das existenzielle Ich. Die Zähne sollen auf die existenzielle Stellung des Menschen in der Welt hinweisen. Sie repräsentieren Themen rund um die gereifte Persönlichkeit, ihre rationale Reife und weltliche Macht.

Nummer 1.7 und 4.7 (hintere Mahlzähne). Das Beziehungs-Ich. Die Zähne weisen auf die Haltung des Menschen in Beziehungen und Partnerschaften, zum Du und zum Nächsten in der Vorstellung (Oberkiefer 1.7) und in der tatsächlich gelebten Beziehung (Unterkiefer 4.7). Hier soll sich die soziale Reife zeigen.

Nummer 1.8 und 4.8 (Weisheitszähne). Das Höhere Selbst. Die Zähne symbolisieren das Höhere Selbst, in der Sprache der Psychologie das Über-Ich.

Zähne des 2. und 3. Quadranten

Nummer 2.1 und 3.1 (mittlerer Schneidezähne). Das archetpyische Ich. Die Zähne symbolisieren die weibliche Kraft in uns, die Urmutter. Zusätzlich sehen andere Autoren darin Sexualität und Erotik symbolisiert.

Nummer 2.2 und 3.2 (seitlicher Schneidezähne). Das Natur-Ich. Die Zähne stehen für die Persönlichkeit, wie und mit welchem Temperament behauptet sich der Mensch im täglichen Leben?

Nummer 2.3 und 3.3 (Eckzähne). Das Vitalitäts-Ich. Die Zähne repräsentieren Verteidigungswillen und Abwehrkraft. 1.3 soll zeigen, wie wir bei Veränderungen agieren, 4.3 soll innere Wachstumsprozesse anzeigen.

Nummer 2.4 und 3.4 (vordere Backenzähne) Die Identität. Sie sollen die seelische Reife und Kompetenz ausdrücken, die der Mensch während seiner kulturellen Entwicklung erworben hat.

Nummer 2.5 und 3.5 ()hintere Backenzähne). Das schöpferische Ich. Die Zähne symbolisieren die schöpferische Kraft des Menschen, seine Kreativität und Aktivität. Angezeigt werden Themen rund um im Beruf und Berufung. Die 5er-Zähne stehen für Tun, Arbeiten und Werk entsprechend der angenommenen Identität.

Nummer 2.6 und 3.6 (vordere Mahlzähne). Das existenzielle Ich. Die Zähne sollen auf die existenzielle Stellung des Menschen in der Welt hinweisen. Sie repräsentieren Themen rund um die gereifte Persönlichkeit, ihre rationale Reife und weltliche Macht.

Nummer 2.7 und 3.7 (hintere Mahlzähne). Das Beziehungs-Ich. Die Zähne weisen auf die Haltung des Menschen in Beziehungen und Partnerschaften, zum Du und zum Nächsten in der Vorstellung (Oberkiefer 2.7) und in der tatsächlich gelebten Beziehung (Unterkiefer 3.7). Hier soll sich die soziale Reife zeigen.

Nummer 2.8 und 3.8 (Weisheitszähne). Das Höhere Selbst. Die Zähne symbolisieren das Höhere Selbst, in der Sprache der Psychologie das Über-Ich.

Quellen für die geistige Bedeutung der Zähne: Questico und Zahnbedeutung

Zähne und Homöopathie

Die klassische Homöopathie wurde im 19. Jahrhundert von Samuel Hahnemann entwickelt. Ihr Grundsatz folgt dem Ähnlichkeitsprinzip »Ähnliches mit Ähnlichem heilen« (lat. Similia similibus curentur). Homöopathische Medikamente, deren Schwingung dem Symptom ähnelt, geben dem Organismus einen Impuls, mit dem er seine Selbstheilungskräfte gezielt einsetzen kann. Ein Organismus, der aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird damit angeregt, wieder in die Balance zu kommen und sich aus eigener Kraft zu heilen. Homöopathie aktiviert und stärkt mit ihren hoch verdünnten, »potenzierten« und von Nebenwirkungen freien Naturarzneien die Selbstheilungskräfte.

Homöopathie in der zahnärztlichen Praxis

Auch von naturheilkundlich ausgerichteten Zahnärzten wird sie gern eingesetzt, obwohl es so etwas wie eine »Homöopathie für die Zähne« nicht gibt. Schließlich jedoch »hängt an jedem Zahn ein ganzer Mensch«. Die Beziehungen zwischen den Zähnen und dem übrigen Organismus sind eng, auf körperlicher Organe), energetischer (Qi) und seelischer Ebene (Gefühle und Gedanken). Und so bietet es sich an, jede zahnärztliche Maßnahme homöopathisch zu begleiten.

Ursachen beseitigen und aus eigener Kraft heilen

Parallel zur Defektversorgung und Ursachenbeseitigung der herrschenden Medizin (Schmerzen, Infektionen, Entzündungen, Funktionsstörungen) ist die Homöopathie als Regulationstherapie eine starke natürliche Methode in den Bereichen der allgemeinen Zahngesundheit, Vorsorge und Dental-Hygiene. Naturheilkundlich orientierten Zahnärzten weist die klassische Homöopathie Wege zum Verständnis von Erkrankungen in der Mundhöhle und hilft, solche Störungen zu vermeiden.

Die Gabe von homöopathischen Mitteln, manchmal auch kurz »Potenzen« genannt, kann krankhafte Prozesse häufig schneller und sanfter beenden allopathische (altgriechisch anders beschaffen, verschieden) Medizin; aus ganzheitlicher Sicht, mit dem Verständnis des »Körperflüsterns«, geschieht dies sogar auf allen Ebenen des Organismus und deshalb tiefgreifender.

Karies, Wurzelbehandlung und Homöopathie

Schon bei der alltäglichen Karies- und der Wurzelbehandlung bieten sich gute homöopathische Ansätze. Auch bei Schmerzen, Entzündungen und zur Unterstützung der Wundheilung kann die Homöopathie wahre Wunder bewirken. Ein naturheilkundlich ausgerichteter Zahnarzt behandelt beispielsweise den Zahnstumpf nach der Vorbereitung des Zahns für eine Füllung direkt mit einer soweit wie möglich individuellen homöopathischen Mischung.

Obwohl es sehr Erfolg versprechende, modernere Alternativen zur konventionellen Zahnbrücke gibt, gilt diese immer noch häufig als beste Lösung. Dabei müssen meistens zwei gesunde Zähne abgeschliffen werden; ebenso bei der Zahnkrone. Das häufig dabei entstehende Schleiftrauma führt bei vielen Patienten noch Wochen später zu verminderter Vitalität und Leistungsfähigkeit, zu Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit und verstärkten Kopfschmerzen. Naturheilkundlich arbeitende Zahnärzte behandeln deshalb schon vorbeugend den Zahnstumpf, der für die Aufnahme des Zahnersatzes vorbereitet wurde, mit einer speziellen homöopathischen Mischung.

Funktionelle Störungen und »Körperflüstern«

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet für die Homöopathie sind funktionelle Störungen; bei solchen Symptomen kommt es zu Schmerzen, ohne dass ein körperlicher Befund festgestellt werden kann. Aus der Sicht eines »Körperflüsterers« stammen solche Schmerzen von der energetischen Ebene des Körpers. Die energetische Heilmethode Homöopathie ist für diese Ebene ganz besonders gut geeignet. Insbesondere also, wo die herrschende Medizin keinen Ansatzpunkt zur Behandlung von Störungen findet, gilt die homöopathische Behandlung neben den TCM-Methoden als wirkungsvoller und sanfter Weg der Heilung auch in der Zahnheilkunde. Zähne haben durch Homöopathie durchaus bessere Überlebenschancen.

Die Gabe von homöopathischen Mitteln, manchmal auch kurz »Potenzen« genannt, kann krankhafte Prozesse häufig schneller und sanfter beenden allopathische (altgriechisch anders beschaffen, verschieden) Medizin; aus ganzheitlicher Sicht, mit dem Verständnis des »Körperflüsterns«, geschieht dies sogar auf allen Ebenen des Organismus und deshalb tiefgreifender.

Indikationen für Homöopathie

Hier ein Überblick über mögliche Einsatzbereiche der Homöopathie in der Zusammenschau:

  • Zahnfleischerkrankungen (z. B. (med. Gingivitis und med. Parodontitis)
  • Zähneknirschen (med. Bruxismus)
  • Zahnmarkentzündung (med. Pulpitis)
  • eitrige Prozesse (med. Abzess)
  • Erkrankungen durch Pilze der Gattung Candida (med. Soor)
  • Kreislaufschwäche
  • Stress und Angst
  • Zungenbrennen und trockener Mund
  • Lippenherpes (med. Herpes labialis)
  • milchig-gelbliche Gebilde auf Zahnfleisch oder Mundschleimhaut (med. Aphthen)
  • Vorbeugung von Schmerzen, Blutungen und Infektionen
  • Schmerzen nach dem Zahnziehen
  • Vorbeugung von Schleiftrauma
  • Kreislaufschwäche
  • Stärkung des Immunsystems

Grundlegendes homöopathisches Wissen kann in der zahnärztlichen Praxis helfen, jeden Heilungsprozess individuell und ganzheitlich zu bewerten. Homöopathie ist – gemeinsam mit den Methoden der TCM – ein Schlüssel zur ganzheitlichen Betrachtung und Versorgung.

Zähne und TCM

Alle Vorgänge im Organismus werden von Energien organisiert. Diese Energien befinden sich in stetiger Bewegung. Das geht aus den Einsichten der alten Chinesen hervor (Traditionelle Chinesische Medizin = TCM), deren Beobachtungen über Jahrtausende hin reichen. Yin-Energien (weiblich) und Yang-Energien (männlich) fließen in Meridianen durch den Körper, jeweils ein Yin-Yang-Paar bildet ein Mini-Gleichgewicht innerhalb eines Funktionskreises, der bestimmte organische Aufgaben erfüllt. Wie gut oder schlecht das gelingt, kann an einzelnen Punkten der Meridiane sowie an den insgesamt zehn Yin- und Yang-Organen beobachtet werden, wo die Energien am deutlichsten sichtbar werden. Wenn der Organismus gesund ist, sind Yin und Yang und folglich alle Organe untereinander in einer dynamischen Balance, dabei unterliegt die Gesamtheit der Energien einem steten dynamischen Wandel. Stillstand, Blockade, Zuviel oder Zuwenig bringen Störungen hervor.

Ganzheitlich in Organen, Meridianen und Psyche

Die Beziehungen der Energien untereinander betrachten chinesische Ärzte ganzheitlich auf körperlicher (Organe), energetischer (Qi) und psychischer Ebene (Gefühle und Gedanken). Ein System von Entsprechungen verknüpft diese verschiedenen Ebenen und ermöglicht, dass Rückschlüsse von einer Ebene auf die andere möglich sind – bei durchgängig gleichbleibender Bedeutung. Zähne fanden allerdings in dem archaischen, ursprünglichen System

wenig Beachtung. Die deutschen Ärzte Dr. Reinhold Voll (1909–1989: Elektroakupunktur nach Voll) und sein Zahnarztkollege Dr. Fritz Kramer fanden in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts heraus, wie die Zähne in das bewährte Entsprechungssystem der TCM eingefügt werden können. Diese Erkenntnisse können heute mithilfe moderner, hochempfindlicher Geräte durch exakte Widerstandsmessungen auf der Haut erweitert und umgesetzt werden.

Wechselbeziehungen zwischen Zahn-Kiefer-Gebiet und Organismus

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Seitdem können Störungen an einem Zahn über die Funktionskreise in Beziehung zum Rest des Körpers gesetzt werden, sowohl mit organischen als auch mit psychischen Störungen. Als Störfelder können etwa tote bzw. wurzelbehandelte Zähne, unverträgliche Materialien für Zahnfüllungen oder Kronen, Implantate und auch Narben, die bei gezogenen Zähnen zurückbleiben, wirken. Auch Karies erzeugt ein Störfeld.

Mahlzähne und die tief sitzende Angst

An einem der vorderen oben Schneidezähne (1.1 oder 2.1) kann Karies mit wiederholten Blasenentzündungen in Zusammenhang gebracht werden. Psychisch kommt es dabei womöglich zu nicht begründbarer Furcht oder nicht nachvollziehbarem Stressgefühl. Auch eine Zahnfleischentzündung bzw. Parodontitis stört den Energiefluss; entsteht sie rund um die unteren Mahlzähnen, dann kann sie sich organisch als Magen- und/oder Milzproblem zeigen, bei den oberen Mahlzähnen wäre der Dickdarm-Meridian betroffen. In beiden Fällen macht es Sinn, eventuell schlechte Ernährungsgewohnheiten zu prüfen. Psychisch mögen sich Störungen der unteren Mahlzähnen als unterschwellige Gefühle wie Sorgen oder tief sitzende Angst zeigen.

Kiefer-Mund-Zähne-Störungen überall im Körper

Alle Störungen der Energie, die von den Zähnen ausgehen, können nicht allein in den zugehörigen Organen, sondern überall auf dem Weg der Meridiane zu organischen Problemen führen, so dass Probleme im Bereich »Kiefer-Mund-Zähne« überall im Körper Wirkungen zeigen können. Die Zusammenhänge lassen sich mithilfe der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) feststellen. Die EAV bietet auch eine Therapie dieser Störungen an.

Störungen können nicht nur vom Kiefer-Mund-Zähne-Bereich ausgehen, sondern ihn auch von der energetischen oder organischen Ebene aus treffen. So können sich dauernde negative Gefühle oder geschwächte Organe auf die Zähne auswirken, was vielleicht zuerst als nicht manifester Schmerz spürbar wird – Ärzte der herrschenden Medizin nennen das häufig »funktionelle Beschwerde«.

Zähne: Spiegel der Persönlichkeit

Unsere Zähne sind Teil eines erstklassigen funktionalen Netzwerks. Darin spielen Zähne, Kieferknochen, Zahnfleisch, Zunge, Gaumen und Schleimhäute mustergültig zusammen. Das Ergebnis ist eine bestens funktionierende Reihe lückenloser, makelloser Zähne.

Die Psychologie «schlechter Zähne»

Zugegeben, wenn rund um die Zähne nicht alles reibungslos läuft, dann stellen ein lückenhaftes Gebiss, schief stehende, womöglich graue Zähne, nervtote tote Zähne, deren Farbe bis zu einem satten Schwarz reichen kann, nicht allein eine gesundheitliche Belastung dar. Sie haben auch eine kosmetische und in der Folge eine psychologische Bedeutung.

Zähne signalisieren unserem Gegenüber, ob wir jung, erotisch und begehrenswert wirken, ob wir sympathisch oder unsympathisch aussehen, ob wir einen attraktiven oder unattraktiven Eindruck machen. Das alles geschieht innerhalb von Minisekunden. Wirkt die Sprache der Zähne negativ, stellt das die Besitzer dieser Zähne oft vor dauerhafte psychische Probleme. «Schlechte Zähne» und ein unattraktives Gebiss verlangen in einer »Welt des schönen Scheins« eine gehörige Portion Selbstwertgefühl und bringen nicht selten massive psychische Probleme mit sich.

Zahnunfälle, Karies und noch mehr Ärger

Trotz optimaler Zahnpflege lassen sich solche ästhetischen Ärgernisse oftmals nicht vermeiden. So können etwa durch Zahnunfälle, tiefe kariöse Defekte und andere Ursachen Zähne absterben. Dabei bricht das anfangs erwähnte perfekte Netzwerk rund um Mund und Zähne zusammen, die im Zahninneren verlaufenden Zahnnerven in ihren in weit verzweigten Kanälen sterben, der funktionale Zusammenhalt zwischen Zahn, Zahnnerv und das beide umgebende Gewebe bricht zusammen.

Die Lebendigkeit der Zähne ist dann verloren. Anders aber als noch in früheren Jahren, wird ihre Fassade heutzutage oft durch eine Wurzelbehandlung erhalten. In diesem Fall wird der in den Wurzelkanälen verlaufende Zahnnerv und mit ihm das umliegende Gewebe wird entfernt, die nun leeren Hauptkanäle werden so gründlich wie möglich gereinigt und zuletzt die Hauptkanäle mit Füllmaterial verschlossen. Damit scheint das Problem oberflächlich gesehen zunächst gelöst.

Die Kosmetik des »strahlenden Lächelns«

Die Wurzelbehandlung hat nicht nur gesundheitliche Aspekte, sie ist auch Teil einer Strategie, mit der eine hochentwickelte Zahnmedizin das gesellschaftlich akzeptierte Erscheinungsbild der sichtbaren Zahnreihe wiederherstellt. Wer sich traut, an der Oberfläche von Jugendlichkeit und Gesundheit weißer Zähne zu kratzen, der entdeckt dahinter eine »Industrie des strahlend weißen Lächelns«, welche jeder und jedem, der es mag, schöne weiße Zähne verspricht. Fast täglich kommen neue Produkte hinzu, die dieses Versprechen erneuern.

Zu den verschiedenen Möglichkeiten, das Erscheinungsbild eines Gebisses äußerlich zu verändern, gehören etwa die Zahnaufhellung (englisch bleaching), Veneers, Lumineers, Kronen, Brücken oder Implantate. Einen guten Überblick über solche Möglichkeiten, bei dem auch die Risiken solcher kosmetischer Behandlungen nicht verschwiegen werden, bietet die umfangreiche Info-Sammlung »Weiße Zähne durch Bleaching«

Zähne sind Teil des »Körperflüsterns«

Lange wurde die enge Beziehung zwischen Zähnen und Organen von der herrschenden Medizin nicht ernst genommen. Für die Erfahrungsheilkunde, die seit Generationen von ganzheitlich orientierten Ärzten umfangreiches Wissen jenseits der herrschenden Medizin sammelt, sind jedoch auch die Zähne eine bedeutende Tonart im Konzert des »Körperflüsterns«.

Die Erfahrungsheilkunde gehört nicht zu den von der herrschenden Medizin anerkannten Methoden, so als habe die Schulmedizin das Recht, über richtig und falsch, über gut und schlecht zu entscheiden. Auch die deutsche Rechtsprechung folgt dieser schulmedizinischen Haltung. Alle Aspekte des »Körperflüsterns«, obgleich auf den Forschungen der Hirnwissenschaft und Neurobiologie sowie auf damit übereinstimmendem archaischen Wissen basierend, gelten in diesem Sinne als »nicht anerkannt«.