Zähne und TCM

Alle Vorgänge im Organismus werden von Energien organisiert. Diese Energien befinden sich in stetiger Bewegung. Das geht aus den Einsichten der alten Chinesen hervor (Traditionelle Chinesische Medizin = TCM), deren Beobachtungen über Jahrtausende hin reichen. Yin-Energien (weiblich) und Yang-Energien (männlich) fließen in Meridianen durch den Körper, jeweils ein Yin-Yang-Paar bildet ein Mini-Gleichgewicht innerhalb eines Funktionskreises, der bestimmte organische Aufgaben erfüllt. Wie gut oder schlecht das gelingt, kann an einzelnen Punkten der Meridiane sowie an den insgesamt zehn Yin- und Yang-Organen beobachtet werden, wo die Energien am deutlichsten sichtbar werden. Wenn der Organismus gesund ist, sind Yin und Yang und folglich alle Organe untereinander in einer dynamischen Balance, dabei unterliegt die Gesamtheit der Energien einem steten dynamischen Wandel. Stillstand, Blockade, Zuviel oder Zuwenig bringen Störungen hervor.

Ganzheitlich in Organen, Meridianen und Psyche

Die Beziehungen der Energien untereinander betrachten chinesische Ärzte ganzheitlich auf körperlicher (Organe), energetischer (Qi) und psychischer Ebene (Gefühle und Gedanken). Ein System von Entsprechungen verknüpft diese verschiedenen Ebenen und ermöglicht, dass Rückschlüsse von einer Ebene auf die andere möglich sind – bei durchgängig gleichbleibender Bedeutung. Zähne fanden allerdings in dem archaischen, ursprünglichen System

wenig Beachtung. Die deutschen Ärzte Dr. Reinhold Voll (1909–1989: Elektroakupunktur nach Voll) und sein Zahnarztkollege Dr. Fritz Kramer fanden in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts heraus, wie die Zähne in das bewährte Entsprechungssystem der TCM eingefügt werden können. Diese Erkenntnisse können heute mithilfe moderner, hochempfindlicher Geräte durch exakte Widerstandsmessungen auf der Haut erweitert und umgesetzt werden.

Wechselbeziehungen zwischen Zahn-Kiefer-Gebiet und Organismus

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Seitdem können Störungen an einem Zahn über die Funktionskreise in Beziehung zum Rest des Körpers gesetzt werden, sowohl mit organischen als auch mit psychischen Störungen. Als Störfelder können etwa tote bzw. wurzelbehandelte Zähne, unverträgliche Materialien für Zahnfüllungen oder Kronen, Implantate und auch Narben, die bei gezogenen Zähnen zurückbleiben, wirken. Auch Karies erzeugt ein Störfeld.

Mahlzähne und die tief sitzende Angst

An einem der vorderen oben Schneidezähne (1.1 oder 2.1) kann Karies mit wiederholten Blasenentzündungen in Zusammenhang gebracht werden. Psychisch kommt es dabei womöglich zu nicht begründbarer Furcht oder nicht nachvollziehbarem Stressgefühl. Auch eine Zahnfleischentzündung bzw. Parodontitis stört den Energiefluss; entsteht sie rund um die unteren Mahlzähnen, dann kann sie sich organisch als Magen- und/oder Milzproblem zeigen, bei den oberen Mahlzähnen wäre der Dickdarm-Meridian betroffen. In beiden Fällen macht es Sinn, eventuell schlechte Ernährungsgewohnheiten zu prüfen. Psychisch mögen sich Störungen der unteren Mahlzähnen als unterschwellige Gefühle wie Sorgen oder tief sitzende Angst zeigen.

Kiefer-Mund-Zähne-Störungen überall im Körper

Alle Störungen der Energie, die von den Zähnen ausgehen, können nicht allein in den zugehörigen Organen, sondern überall auf dem Weg der Meridiane zu organischen Problemen führen, so dass Probleme im Bereich »Kiefer-Mund-Zähne« überall im Körper Wirkungen zeigen können. Die Zusammenhänge lassen sich mithilfe der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) feststellen. Die EAV bietet auch eine Therapie dieser Störungen an.

Störungen können nicht nur vom Kiefer-Mund-Zähne-Bereich ausgehen, sondern ihn auch von der energetischen oder organischen Ebene aus treffen. So können sich dauernde negative Gefühle oder geschwächte Organe auf die Zähne auswirken, was vielleicht zuerst als nicht manifester Schmerz spürbar wird – Ärzte der herrschenden Medizin nennen das häufig »funktionelle Beschwerde«.

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